Ihre Vertriebschancen mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz.

Ab Januar 2018 bestehen mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz attraktive Fördermöglichkeiten für den Arbeitgeber. Wir stellen die Rahmenbedingungen dar, zeigen Beispiele und geben Ihnen Tipps für Ihre tägliche Arbeit.

Um Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen oder diese dauerhaft an das Unternehmen zu binden, möchten viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zusätzliche Anreize bieten. Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist hierfür eine sehr gute Möglichkeit. Das zum 1.1.2018 in Kraft tretende Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), das die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) fördert, unterstützt genau diese Arbeitgeber. Doch trotz der neuen Fördermöglichkeiten kostet die Einrichtung einer arbeitgeberfinanzierten Versorgung den Arbeitgeber auch in Zukunft erst einmal Geld. Dank des bAV-Förderbetrags nach § 100 EStG kann sich der finanzielle Aufwand für den Arbeitgeber aber reduzieren. 

Da der bAV-Förderbetrag nach § 100 EStG auch Geringverdiener-Förderung genannt wird, wird oft fälschlicherweise angenommen, dass er nur wenigen Arbeitgebern zusteht. Bedenkt man jedoch, dass der bAV-Förderbetrag dem Arbeitgeber für alle Mitarbeiter zusteht, die monatlich unter 2.200 Euro brutto verdienen, ist die Anzahl der förderberechtigten Arbeitgeber deutlich höher als zunächst gedacht. Klassische Beispiele sind Arbeitgeber im Einzelhandel, in ambulanten Pflegebereichen, in Kindertagesstätten sowie Arbeitgeber mit einem großen Anteil von Teilzeitkräften.

 

Grundsätzliche Rahmenbedingungen des bAV-Förderbetrags

Der bAV-Förderbetrag ist in § 100 EStG geregelt. Voraussetzungen für die Förderung sind:

 

  • Es handelt sich um eine arbeitgeberfinanzierte Versorgung mit einem Jahresbeitrag von mindestens 240 Euro, die nach dem 1.1.2018 eingeführt bzw. erhöht wurde. 
  • Die Arbeitnehmer sind im ersten Arbeitsverhältnis beschäftigt (haben also die Steuerklasse I bis V) und haben ein Bruttomonatsgehalt bis 2.200 Euro.
  • Die bAV wird im Rahmen von Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds durchgeführt.
  • Der zugrunde liegende Tarif ist ungezillmert. (Es handelt sich also um einen Tarif, der die Vertriebskosten auf die gesamte Laufzeit verteilt und damit in der Regel eine laufende Provisionszahlung beinhaltet).
  • Die Versorgungsleistung ist als Rentenzahlung oder Auszahlungsplan vorgesehen, eine Kapitaloption ist zulässig

Sind die Voraussetzungen erfüllt, erhält der Arbeitgeber eine Förderung von 30 % auf seinen arbeitgeberfinanzierten Beitrag. Er kann seinen Beitrag im Folgemonat der Beitragszahlung direkt mit seiner Lohnsteuerschuld verrechnen. Gefördert werden dabei jährliche Beiträge bis maximal 480 Euro. Die Förderung bei Erhöhungen ist auf den Mehrbeitrag begrenzt, der über den 2016 geleisteten Beitrag hinausgeht.

Die Steuerfreistellung nach § 3 Nr. 63 EStG bleibt von der Förderung nach § 100 EStG unberührt,
eine Anrechnung auf die Sozialabgabenfreiheit erfolgt. Die Beitragszahlungen sind steuer- und sozialabgabenfrei, die Versorgungsleistungen sind, wie bei der Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG, nach § 22 Nr. 5 EStG zu versteuern. 

Hierzu ein Beispiel:

Der Aufwand des Arbeitgebers für eine bAV mit einem Jahresbeitrag von 480 Euro beträgt nur 235,20 Euro!

Wichtig zur Nutzung des bAV-Förderbetrags ist es, das passende Produkt zu haben. Swiss Life bietet mit dem ungezillmerten Direktversicherungstarif Swiss Life Maximo einen Tarif an, bei dem Sie und der Arbeitgeber sich darauf verlassen können, dass er den gesetzlichen Anforderungen vollständig entspricht. Wenn der Arbeitgeber in unserem Beispiel 480 Euro jährlich in eine bAV investiert, sichert er damit seinem 25-jährigen Mitarbeiter mit Swiss Life Maximo eine Rente von rund monatlich 150 Euro bei einer angenommenen Fondsperformance von 4 % p.a. oder sogar von über 260 Euro bei einer angenommenen Fondsperformance von 6 % p.a.

Und wenn der Arbeitgeber schon eine bAV eingerichtet hat?

Arbeitgeber, die heute schon eine bAV haben, sollten überprüfen, wie eine Erhöhung der bestehenden bAV in ihrem Fall wirkt. Erhöht nämlich ein Arbeitgeber eine bestehende bAV, der ein förderfähiger (also insbesondere ungezillmerter) Tarif zugrunde liegt, bilden Altbeitrag und Neubeitrag bei der Berechnung des bAV-Förderbetrags eine Einheit. 

Dank des förderfähigen Tarifs und der Erhöhung der Versorgung haben beide Arbeitgeber die Voraussetzungen des § 100 EStG grundsätzlich erfüllt. Zur Berechnung des bAV-Förderbetrags ist neben dem Gesamtbeitrag auch der Zusatzbeitrag zu beachten. Denn es gilt, dass der bAV-Förderbetrag nicht den Zusatzbeitrag übersteigen darf.

In unserem Beispiel können beide Arbeitgeber damit zum 1.1.2018 ihre bAV erhöhen, ohne dass sie dies einen Euro extra kostet!
Übrigens ein möglicher Gesprächsansatz für Ihr Jahresgespräch mit Ihren Kunden: Für alle neu eintretenden Mitarbeiter erhält der Arbeitgeber die volle Förderung und damit den gesamten bAV-Förderbetrag in Höhe von 144 Euro, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Noch ein Tipp!

Achten Sie bei der Einrichtung einer arbeitgeberfinanzierten Basisversorgung, die die bAV-Förderung nutzen möchte, darauf, diese mit einem Jahresbeitrag einzurichten. Denn zur Erfüllung der Voraussetzungen reicht es aus, wenn in dem Monat, in dem der Arbeitgeberbeitrag erbracht wird, das Monatsgehalt der Arbeitnehmer unter 2.200 Euro liegt. Dies gilt unabhängig davon, ob die Voraussetzungen für den bAV-Förderbetrag in den übrigen Monaten vorliegen, sodass beispielsweise auch Weihnachtsgeldzahlungen, Urlaubsgeldzahlungen oder Boni unberücksichtigt bleiben können. Auch das Bundesministerium für Finanzen und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales empfehlen ausdrücklich eine jährliche Zahlweise.