• Nur 41 Prozent der Deutschen haben bisher etwa von der ab 01. Januar 2009 geltenden Abgeltungssteuer gehört.
  • Abgeltungssteuer? Nie gehört!

  • Bisher haben nur 41 Prozent der Deutschen etwas von der ab 1. Januar 2009 geltenden Abgeltungssteuer gehört. Davon wiederum konnten nur 21 Prozent entsprechende Fachfragen richtig beantworten, hat das Marktforschungs-Institut Psychonomics AG herausgefunden.
  • "In den kommenden Monaten werden Banken, Versicherer und Finanzmakler sicherlich einiges unternehmen, damit sich der bislang sehr mäßige Informationsstand deutlich verbessert", erwartet Dr. Karsten Schulte, Studienleiter bei Psychonomics.

    Weitgehend unbekannt
    Das scheint auch nötig zu sein. Denn die meisten Deutschen wissen bisher nicht, dass ab 1. Januar 2009 eine neue Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent auf Einkünfte aus Kapitalvermögen und private Veräußerungsgewinne eingeführt wird.

    Selbst wenn sie den Begriff Abgeltungssteuer als bekannt bezeichnen, wissen die meisten der 1.500 befragten Deutschen nicht die Folgen richtig einzuordnen. Dazu hatte Psychonomics die beiden richtigen Aussagen
    • "Wertsteigerungen von Aktien und Aktienfonds sind bei einem Verkauf nach zwölf Monaten steuerfrei, wenn diese Anlagen vor dem 1.1.2009 gekauft wurden.”
    • "Die Steuer auf alle Kapitalanlagegewinne wird auf 25 Prozent festgelegt.”
    sowie die beiden falschen Aussagen
    • "Zinserträge von festverzinslichen Wertpapieren werden ab dem 1.1.2009 steuerfrei.”
    • "Durch die Abgeltungssteuer fallen bestehende Steuerfreibeträge (Freistellungsauftrag) ersatzlos weg.”
    gestellt. Psychonomics zufolge konnten nur 21 Prozent derjenigen, die überhaupt von der Abgeltungssteuer gehört hatten, alle Aussagen richtig einordnen.

    Gut Verdienende und Ältere besser informiert
    Überdurchschnittlich gut informiert sind allerdings Personen mit Einkommen ab 3.500 Euro monatlich. Nach Altersgruppen zeigen sich vor allem Ältere spürbar besser informiert.

    Besonders interessant für die Finanzdienstleister dürfte allerdings die Altersgruppe 26 bis 40 Jahre sein, denn hier denken mit 46 Prozent überdurchschnittlich viele über Umschichtungen oder Aufstockungen ihrer Geldanlagen nach.

    Welche Geldanlagen im Fokus stehen
    Dabei liegen Aktienfonds mit 23 Prozent derjenigen Befragten ganz vorne, die über eine Geldanlage nachdenken, gefolgt von Sparanlagen und Festgeldkonten. Geldanlagen mit Versicherungsmantel zur Vermeidung der Abgeltungssteuer wurden zumindest bisher nicht erfragt.
  • Hier dürfte auch noch besonders viel Aufklärungsbedarf bestehen. "Der Markt wird definitiv noch stärker in Bewegung geraten", glaubt Studienleiter Schulte. "Erfolg werden diejenigen Finanzdienstleister haben, die zielgruppenorientiert beraten und individuelle Lösungen für unterschiedliche Kundengruppen anbieten".

    Nähere Informationen zur Studie und Bezugsmöglichkeiten gibt es auf den Seiten von Psychonomics.

    [07.02.08; vj]
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  • Stand: 09.06.2011 
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